Hintergrund der Deklaration
Unsere Rezepturen bestehen aus bestem Bio-Fleisch oder Fleisch von Weidetieren, hochwertigen Innereien, Bio-Gemüse, Bio-Obst und funktionellen, natürlichen Nährstoffen, wie zum Beispiel Seealgenmehl, Dorschlebertran, Bierhefe oder Nüssen. Dennoch steht auf der Dose der Begriff „Ergänzungsfuttermittel“. Der Grund liegt in einem tiefen Konflikt zwischen industriellen Normen und natürlicher Biologie.
1. Das Gesetz der „synthetischen Norm“
Damit ein Futter in Europa offiziell als „Alleinfuttermittel“ bezeichnet werden darf, muss es starre Mindestwerte erfüllen (festgelegt durch Verbände wie die FEDIAF). Das Problem: Diese Werte wurden in der Vergangenheit primär durch Studien mit synthetischen Vitamin-Isolaten und sogenannten „gereinigten Diäten“ ermittelt.
Da künstliche Vitamine vom Körper oft schlechter aufgenommen werden, legt der Gesetzgeber massiv erhöhte „Sicherheitsmengen“ fest. In einem rein natürlichen Produkt sind diese Mengen oft gar nicht zu erreichen, ohne beispielsweise die Leber des Hundes durch eine unnatürlich hohe Menge an frischer Leber zu belasten.
2. Bioverfügbarkeit: Qualität vor Quantität
Die Wissenschaft zeigt deutlich, dass der Körper Vitamine in ihrem natürlichen Verbund (z. B. Vitamin A in der Leber oder B-Vitamine in der Bierhefe) wesentlich effizienter verwerten kann.
- Der Komplex-Effekt: Natürliche Nährstoffe bringen ihre eigenen „Helferstoffe“ (Enzyme und Cofaktoren) mit. Sie wirken wie ein Schlüssel, der perfekt ins Schloss passt.
- Das Problem der Isolate: Künstliche Vitamine sind isolierte Moleküle ohne diese Begleitstoffe. Der Körper muss sie mühsam umwandeln. Deshalb benötigt man von ihnen „auf dem Papier“ eine viel höhere Dosis, um denselben Effekt im Tier zu erzielen.
Was sagt die Wissenschaft dazu:
- Der Matrix-Effekt: Ganze Lebensmittel können nicht durch Isolate ersetzt werden. (Quelle: Jacobs & Tapsell, 2007)
- Beispiel Vitamin E: Die natürliche Form ist doppelt so aktiv wie die synthetische Form. (Quelle: Kiyose et al., 1997)
- B-Vitamine: Natürliche Komplexe bleiben signifikant länger verfügbar im Körper. (Quelle: Lindschinger et al., 2019)
3. Das Dilemma der Standardisierung
Naturprodukte unterliegen natürlichen Schwankungen. Eine Seealge hat je nach Erntezeitpunkt etwas mehr oder weniger Jod; der Vitamingehalt einer Bio-Leber variiert. Ein „Alleinfuttermittel“ verlangt jedoch eine bürokratische „Punktlandung“ bei jedem einzelnen Nährstoff. Um diese starre Präzision zu garantieren, müssten wir unsere hochwertigen Rohstoffe chemisch denaturieren und künstliche Vitamin-Vormischungen zusetzen. Das lehnen wir aus Überzeugung ab.
4. Die Gefahr der synthetischen „Überladung“
Werden Mengenempfehlungen für schwer absorbierbare Synthetik-Stoffe eins zu eins auf hochverfügbare chemische Zusätze (wie z.B. Kupfer-Chelate) angewendet, kann es zur Überlastung der Organe kommen. Bei einer Fütterung mit natürlichen Quellen ist die Bioverfügbarkeit so viel höher, dass der Hund mit nominell niedrigeren Werten „auf dem Papier“ biologisch oft besser versorgt ist.
Unser Qualitätsversprechen
- ✔ Echte Lebensmittel statt Labor-Vormischungen.
- ✔ Ausschließlich natürliche Zutaten in bester Qualität.
- ✔ Keine Belastung durch synthetische Überladung.


